Zen-Linie Leere Wolke

Zen-Linie Leere Wolke

Die Tradition des Zen ist im stetigen Wandel begriffen und da es beim Zen immer um die Unmittelbarkeit, Einheit und Gegenwart geht, hat sich die Tradition genau daran zu orientieren.

The Zen tradition is constantly evolving—and since Zen is about immediacy, unity, and presence, the tradition must orient itself accordingly.

Leere Wolke
Unsere Herkunft Our background

Die Linie „Leere Wolke“ steht in der Nachfolge der von Willigis Jäger geprägten Praxis und versteht sich als Teil einer west‑östlichen Zen‑Schule. Sie verbindet Dankbarkeit für das Überlieferte mit der Verantwortung, Übung und Lehrverständnis im Heute lebendig zu halten.

The “Leere Wolke” lineage sees itself in the continuation of a practice shaped by Willigis Jäger and as part of a West‑Eastern Zen school. It holds gratitude for what has been handed down while keeping practice and teaching alive in the present.

Wo wir heute stehen Where we stand today

Die Schule bleibt im Dialog zwischen östlichen und westlichen Einsichten. Daraus entstehen immer wieder neue Formulierungen – ohne den Kern der Praxis zu verlieren:

  • Die Übung ist unabhängig von religiöser oder weltanschaulicher Zugehörigkeit möglich.
  • Ein Übertritt in eine Religionsgemeinschaft ist keine Voraussetzung für die Praxis.
  • Chan/Zen ist – in unserem Verständnis – vor allem ein Weg von Laien für Laien im Alltag.
  • Gleichberechtigung und Vielfalt werden selbstverständlich geachtet.

The school stays in dialogue between Eastern and Western insights. This leads to renewed wording and interpretation—without losing the core of practice:

  • Practice is possible regardless of religion or worldview.
  • No conversion to any religious community is required.
  • Chan/Zen is—within this approach—primarily a path for lay people in everyday life.
  • Equality and diversity are treated as self‑evident.
Chinesische und japanische Wurzeln Chinese and Japanese roots

Die Linie spricht von zwei Wurzeln: einer japanischen Tradition (mit Elementen wie der Kōan‑Schulung) und einer chinesischen Chan‑Übertragung. Beides mündet in eine Praxis, die nicht an Formen hängt, sondern an die Erfahrung im Sitzen.

The lineage refers to two roots: a Japanese tradition (including elements such as kōan work) and a Chinese Chan transmission. Both point to a practice grounded not in form, but in lived experience in sitting.

Zen und Religion Zen and religion

Zen ist seinem Wesen nach nicht an Konfession, Ideologie oder ein bestimmtes Bekenntnis gebunden. Menschen verschiedener religiöser Hintergründe – oder ohne religiöse Bindung – können üben, ohne ihre Identität aufzugeben.

By its nature, Zen is not bound to a confession, ideology, or a specific creed. People of different religious backgrounds—or none—can practice without having to abandon who they are.

Die Übung des Zen The practice

Im Zazen („nur Sitzen“) wird die Aufmerksamkeit auf Körper und Atem gesammelt. Ergänzend gehören achtsames Gehen (Kinhin) und achtsames Tun (Samu) zur Übung. Ein klarer Rahmen und gemeinsames Üben in der Sangha unterstützen das Dranbleiben.

In zazen (“just sitting”), attention rests with body and breath. Mindful walking (kinhin) and mindful work (samu) can support the practice. A clear framework and practicing with a sangha helps continuity.

west-oestliche-weisheit.de